Startseite
 
Vita
Zum Werk
Bilder
Rezension
Das Buch
Zur Bestellung
Bilder Galerie
Impressum
 
 
Lebensdaten Alexander Kolde
Alexander Kolde wurde am 2. März 1886 in Neuhaldensleben bei Magdeburg als erstes Kind eines Seifensiedermeisters geboren. Mit sieben Jahren kam er nach Ost­preußen, als seine Familie nach Rastenburg übersiedelte. Er hatte noch drei Brüder und drei Schwestern. Nach dem Besuch der Gymnasien in Rastenburg und Lötzen begann er 1906 seine künstlerische Ausbildung. Er ging an die Akademie in Berlin, die unter der Leitung von Anton von Werner stand. Schlabitz hieß sein erster Lehrer. Später kam er nach München, wo er bei Angelo Jank studierte. 1910 kehrte er wieder nach Ostpreußen zurück. An der Königsberger Akademie waren Heinrich Wolff und Richard Pfeiffer seine Lehrer. Im Jahre 1913 ging er noch einmal nach Berlin, dort war er mehrere Wochen Schüler bei Lovis Corinth. 1914 bis 1918 war er Soldat im 1. Weltkrieg und wurde als Unteroffizier mit dem EK II entlassen. Er war zweimal verwundet, einmal davon schwer. 1918 kehrte er nach Königsberg (Pr) zurück und nahm seine Studien wieder auf. Er wurde Sprecher und Vertrauensmann der aus dem Felde heimgekehrten Schüler der Königsberger Akademie. Im glei­chen Jahr gründete er die Künstlervereinigung „Der Ring“, die der mo­dernen Malerei in Ostpreußen den Weg ebnete. 1920 heiratete er Helene Weber. Drei Töchter gingen aus dieser Ehe her­vor. Im Jahre 1924 verließ er Deutschland und ging mehrere Monate nach New York. Es folgten Aufenthalte in der Lüneburger Heide und kurze Stu­dienreisen in die Schweiz und nach Frankreich. Größere Gemälde-Ausstellungen fanden statt in Königsberg (Pr) in den Jahren 1923 und 1929 bei Riesemann & Linthaler und 1928 und 1932 im Kunstsalon Teichert, Gr. Schloßteichstraße. 1936 wurde aus Anlaß seines 50. Geburtstages eine große Ausstellung bei Teichert einen Tag vor ihrer Eröffnung von dem damaligen Landesleiter der Reichskultur­kammer für bildende Künste geschlossen. Seine Bilder entsprachen nicht der national­sozialistischen Kunstauffassung. 1940 zog sich Alexander Kolde nach Graudenz zurück, wo er zunächst ungestört malen konnte und mehrere große Portraitaufträge erhielt. Im Museum von Graudenz stellte er zweimal im größeren Rahmen aus. Querelen mit dem Kreisleiter in Graudenz machten ihm zu schaffen (Artikel von Dr. Bern­hard Meyer im Westpr. Blatt). 1944 hielt er sich deshalb öfter in Pierschau, Kr. Kart­haus auf, wo seine Tochter Katharina als Lehrerin tätig war. Im Februar 1945 flüchte­te er von dort über Vorpommern nach Flensburg. 1945 nahm Alexander Kolde in Flensburg seine künstlerische Arbeit wieder auf. In den 18 Jahren, die ihm verblieben, hat er unter größten Schwierigkeiten als vertriebe­ner Künstler noch ein beachtliches Werk geschaffen. Zu seinem 70. Geburtstag im Jahre 1956 heißt es u. a. in einer Reportage des NDR: „Das Flensburger Atelier gleicht heute schon wieder einer kleinen Gemäldegalerie. So unermüdlich ist das Schaffen des heute Siebzigjährigen. Und alle seine neugeschaffenen Bilder haben nichts an „Farbfühlen“ und kompositorischer Spannung verloren.“ Zu seinem 75. Geburtstag zeigte das NDR Fernsehen aus Hamburg den Künstler in seinem Atelier, wie er seine Arbeiten einem Besucher vorstellt. 1963 starb Alexander Kolde an seinem Geburtstag, 77-jährig. In der Zeit von 1946 bis 1963 war A. Kolde in folgenden Ausstellung mit Bildern ver­treten: Schleswig, Lippstadt, Düsseldorf, Kiel, Grenzakademie Sankelmark, Rendsburg, Baden-Baden, Recklinghausen, Duisburg, Goslar, Meldorf, Darmstadt, Bonn, Bremen, Hildesheim, Flensburg. Eine größere Ausstellung fand 1961 zu seinem 75. Geburtstag im Museum von Flens­burg statt.

Copyright � 2017 Berta und Katharina Kolde , Alle Rechte vorbehalten.